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Chip-Hersteller AMD rutscht ins Minus

Nach anfänglichen Erfolgen wieder Millionen-Verluste

25.01.2012 - AMD kommt einfach nicht aus den Problemen heraus. Nach Lichtblicken im vergangenen Jahr gab es im Schlussquartal wieder einen Verlust von 177 Millionen Dollar. Erneut verhagelte die ausgelagerte Produktion die Zahlen.

Schon wieder rote Zahlen beim Chip-Hersteller AMD: Nachdem der Intel-Konkurrent eigentlich aus dem Gröbsten heraus zu sein schien, fiel im Schlussquartal ein Verlust von 177 Millionen Dollar (136 Mio. Euro) an.

Grund für den Rückschlag waren vor allem Abschreibungen von 209 Millionen Dollar auf den Anteil an der Produktionsfirma Globalfoundries mit dem wichtigen Standort Dresden, zu der die einstigen AMD-Werke übergegangen sind. Zudem fielen Kosten von 98 Millionen Dollar für den Firmenumbau an, bei dem rund zehn Prozent der zuvor 12 000 Stellen gestrichen werden. Ohne diese Belastungen, rechnete AMD vor, wäre ein Plus herausgekommen. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 375 Millionen Dollar gegeben.

Der Quartalsumsatz stieg um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten allerdings mit einem besseren Abschneiden gerechnet. Nachbörslich fiel die Aktie um fast drei Prozent. Bei PC-Prozessoren muss AMD mit der Übermacht des Marktführers Intel fertig werden. Die Übernahme des Grafikkarten-Spezialisten ATI hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Verluste gesorgt.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass Globalfoundries die Zahlen von AMD verhagelt. Schon im dritten Quartal hatten Produktionsprobleme bei dem Auftragsfertiger die Auslieferung neuer Prozessoren behindert. Zuvor schlugen bereits Abschreibungen auf die AMD-Zahlen durch.

Der Intel-Konkurrent, der stabil etwa ein Fünftel des weltweiten Chip-Marktes hält, hat harte Jahre mit Führungsproblemen hinter sich.

Im Herbst übernahm Rory Read vom chinesischen Computer-Hersteller Lenovo die Konzernspitze. Er muss unter anderem mit dem allgemein schwachen PC-Geschäft und dem andauernden Preiskampf fertig werden.

Intel ist ein harter Konkurrent mit größeren Ressourcen, der nach jahrelangen vergeblichen Versuchen schließlich auch in den boomenden Markt für mobile Geräte vorstoßen will. AMD habe zwar Fortschritte gemacht - ohne Frage bleibe aber noch viel zu tun, betonte Read.

Im gesamten Jahr 2011 legte der AMD-Umsatz um 1,1 Prozent auf 6,57 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn lag bei 491 Millionen Dollar nach 471 Millionen vor einem Jahr.

(xdial.de / dpa)

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