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Gericht entscheidet gegen Vertragsklausel der 1&1 Internet AG OLG Koblenz: Einseitiges Kündigungsrecht des Providers unzulässig
Geklagt hatte der vzbv gegen eine Kündigungsklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die unterschiedliche Bindungsfristen für Kunden und Provider in entgeltpflichtigen Internet-Zugangsverträgen vorsah. Während demnach für Kunden innerhalb der festgelegten Mindestvertragslaufzeit (im konkreten Fall: 12 Monate) keine Kündigung möglich war, behielt sich die 1&1 Internet AG die Option vor, den Vertrag jederzeit mit vierwöchiger Kündigungsfrist beenden zu können. Dadurch hätte das Unternehmen den Vertrag bereits wenige Tage nach Vertragsbeginn wieder kündigen können. Das OLG sah für diese einseitige Kündigungsmöglichkeit des Providers keine Berech-tigung. Die Klausel ginge vollkommen zu Lasten des Kunden, indem die Dauer des Vertragsverhält-nisses innerhalb der Vertragslaufzeit völlig unabsehbar nach Belieben des Providers festgelegt sei, so das Oberlandesgericht in seinem Urteil. Der vzbv zeigte sich mit dem Urteil zufrieden: "Eine solche Ungleichbehandlung ist unangemessen und die einseitige Benachteiligung der Kunden nicht hinnehmbar", so Carola Elbrecht, Telekommunikationsexpertin des vzbv. Das Landgericht Koblenz hatte dies zuvor anders gesehen und die Klage des vzbv in erster Instanz abgewiesen. (Urteil des OLG Koblenz vom 30.10.20032, Az.: 2 U 504/ 03, nicht rechtskräftig) (Georg Stanossek)
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