|
|
RegTP senkt Interconnection-Entgelte um 9,5 % Breko sieht City-Carrier benachteiligt
Die letzte Entscheidung zu den Interconnection-Entgelten erfolgte im Oktober 2001 und führte zu einer durchschnittlichen Absenkung von 14 Prozent gegenüber den davor geltenden Interconnection-Entgelten. "Da sich Deutschland auch im europäischen Vergleich den effizientesten Ländern Europas weiter angenähert hat, fiel die Preissenkung im Rahmen dieses Verfahrens etwas geringer aus. Sie ist eine angemessene und marktgerechte Festlegung, die den Wettbewerb fördert, Effizienzgewinne bei den Netzkosten berücksichtigt und allen Marktbeteiligten Planungssicherheit gibt," erklärte Matthias Kurth, Präsident der Reg TP. Die Entscheidung hat eine Laufzeit von 30 Monaten, also bis zum 31. Mai 2006, und erfolgte auf der Grundlage eines europäischen Tarifvergleichs. Die neuen Interconnectionentgelte benachteiligen aus Sicht des Bundesverbandes der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften Breko einseitig die Stadtnetzbetreiber. Die Entscheidung der RegTP sei eindeutig zugunsten der Verbindungsnetzbetreiber ausgefallen, kritisiert Breko-Geschäftsführer Rainer Lüddemann: "Diese Bevorzugung schadet dem Infrastrukturwettbewerb in Deutschland." Die Breko-Mitglieder bezögen einen nicht unbeträchtlichen Anteil ihres Umsatzes aus diesen Interconnectionentgelten für die Leitung von Fremdverkehren durch ihr eigenes Netz. Dies sei auf Basis der Entgeltstruktur allerdings bei weitem nicht kostendeckend, schon gar nicht nach der heutigen Absenkung. Lüddemann: "Die Breko-Mitglieder werden quasi dazu gezwungen, ihre Wettbewerber zu subventionieren. Dieses Geld fehlt für die notwendigen Infrastrukturinvestitionen." (Georg Stanossek)
Alle Texte und Tabellen |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||