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Ron Sommer aus Wahltaktik zum Rücktritt gezwungen Kritik an Politikern auch zu Scheitern der Lkw-Maut Er wolle nicht ausschließen, so Sommer in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern, dass dabei "Wahltaktik eine Rolle gespielt haben könnte" und Bundeskanzler Gerhard Schröder ihn wegen des niedrigen Telekom-Aktienkurses fallen ließ, weil er die drei Millionen Anleger als Wähler brauchte. Der damaligen Kritik des BDI-Chefs Michael Rogowski, die Ablösung Sommers sei ebenso schlimm gewesen wie die Art und Weise, wie man mit Sommer umgegangen sei, stimmte der Ex-Telekom-Chef zu: "Es gibt keinen Grund, Herrn Rogowski zu widersprechen." Nach seinem Rücktritt ist es Ron Sommer nicht schwer gefallen, sich wieder im Alltag zurechtzufinden. "Dank meiner Familie und vieler Kollegen glaube ich, nie die Bodenhaftung verloren zu haben", so Sommer. "Außerdem hat meine Frau damals gesagt: Jetzt bauen wir ein 'Down to earth'-Programm für dich." So sei er beispielsweise durchaus dazu in der Lage gewesen, mit der U-Bahn zu fahren, obwohl bei seinen Reisen als Telekom-Chef fast immer eine Limousine für ihn bereitgestanden habe. Im Zusammenhang mit dem Scheitern der Lkw-Maut kritisierte Sommer das Verhalten der Politiker. Es sei "richtig, dass ein Land wie Deutschland auf eine zukunftsweisende Technik setzt, auch wenn das nicht einfach ist". Bei der Realisierung müssten dann "auch alle ehrlich dazu stehen und nicht - aus wahltaktischen Motiven - einen unrealistischen Zeitpunkt für die Einführung des Mautsystems nennen". (Georg Stanossek)
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