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Siemens-Arbeitsplätze in Kamp-Lintfort und Bocholt gerettet

Handys werden weiter in Deutschland gebaut

25.06.2004 - Die Siemens AG hat mit dem Gesamtbetriebsrat des Unternehmens und der IG Metall eine Rahmenvereinbarung zur "Sicherung und Entwicklung von Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation" paraphiert.

Darin wird u.a. festgestellt, dass das "Fundament der Arbeitsbeziehungen im Unternehmen" von Flächentarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie gebildet wird, die "zukunftsgerichtet weiterentwickelt" werden. Vor diesem Hintergrund haben Metallarbeitgeberverband und IG Metall einen Ergänzungstarifvertrag für die Mitarbeiter des Doppelstandorts Kamp-Lintfort/ Bocholt paraphiert, der es Siemens - wie angestrebt - ermöglicht, dort die Fertigung von Mobiltelefonen und schnurlosen Telefonen weiterzuführen. Der Ergänzungstarifvertrag soll zum 1. Juli 2004 in Kraft treten und für zwei Jahre gelten.

Kernstück ist die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. Festgelegt wird eine durchschnittliche Jahresarbeitszeit von 1.760 Stunden, die innerhalb eines Ausgleichszeitraums von bis zu 24 Monaten erreicht werden soll. Weihnachts- und Urlaubsgeld werden ersetzt durch eine erfolgsabhängige Siemens-"Jahreszahlung". Es wird erwartet, dass übertarifliche Arbeitnehmer aus Solidarität einen wertgleichen Beitrag zur Kostensenkung erbringen. Diese Regelungen gelten für insgesamt mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(Georg Stanossek)

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