Der Toplink-Chef wirft der RegTP vor, schon bei der Regulierung des Breitbandzugangs zum Internet versagt zu haben. Als Begründung führt er an, dass der Ex-Monopolist mit T-DSL rund 90 Prozent aller Breitbandzugänge hierzulande stellt. "Wer dies als freies Spiel der Marktkräfte hinstellt, lügt", sagt Wenderoth. "Es kommt jetzt bei VoIP darauf an, dass sich der Regulierer nicht nochmals als verlängerter Arm des ehemaligen Staatscarriers gebärdet. Andernfalls verliert Deutschland bei zwei der wichtigsten technologischen Infrastruktur-Entwicklungen seine internationale Wettbewerbsfähigkeit", befürchtet Gerhard Wenderoth. Er weist darauf hin, dass der DSL-Zugang zum Internet heute schon in Deutschland rund zehnmal mehr kostet als beispielsweise in Japan. "Will die RegTP auch die Internettelefonie hierzulande zehnmal teurer machen als in anderen Ländern?", fragt Wenderoth nach den Zielen der Regulierungspolitik. "Hätte die Regulierungspolitik die elektronische Post den Regularien der althergebrachten Postbeförderung der Deutschen Bundespost unterworfen, wäre E-Mail niemals so selbstverständlich geworden wie heute", zieht Toplink- Geschäftsführer Gerhard Wenderoth den Vergleich zu einer Branche, die sich bei neuen Internetdiensten nicht von den bis dato geltenden Grundsätzen hat leiten lassen.
Nach Betreiberangaben handelt es sich beim Toplink-Knoten für Internet-Telefonie um die erste nationale VoIP -Resellerplattform auf Basis der SIP-Norm. Das Session Initiation Protocol (SIP) bringt in die Telefonwelt die vom Internet gewohnte Flexibilität: gleichgültig, auf welchem Weg die Internetverbindung zustande kommt, ist jeder Teilnehmer mit seinem SIP-Telefonanschluss sofort im Netz angemeldet und kann zu den mit seinem Dienstleister vereinbarten Tarifen telefonieren. Der Clou: Der Toplink-Knoten sorgt für die Rufnummernportierung, so dass man auch über das Internet unter seiner gewohnten Telefonnummer erreichbar ist.