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T-Com Chef Raizner stellt Bonn als T-Com-Sitz in Frage Projektgruppe soll bald mit der Standortanalyse beginnen
Allerdings ist vor allem Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke gegen einen Umzug. Mögliche Ersparnisse durch eine schneller verschlankte T-Com-Zentrale werden durch die im Vergleich zu Bonn deutlich höheren Gewerbesteuerhebesätze in München und Frankfurt wieder aufgezehrt, heißt es im Ricke-Umfeld. Angesichts des Sparkurses sei den Mitarbeitern solch ein Schritt schwer zu vermitteln. Raizner will den Umzug, weil der Konzernvorstand - allen voran Vorstandschef Ricke, Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick und Personalvorstand Karl-Heinz Klinkhammer - in die Festnetzsparte hineinregiere. Im Alltagsgeschäft sind die Grenzen zwischen T-Com und den Konzernabteilungen in der Bonner Konzernzentrale kaum spürbar. Einzelne T-Com-Bereichsvorstände wie Achim Berg sitzen sogar mit Konzernvorständen Tür an Tür. Raizner hofft, dass nach einem Umzug die Einflusssphären klarer abgesteckt wären. Außerdem ließe sich der ohnehin für nächstes Jahr geplante Stellenabbau leichter bewältigen. Alteingesessenen T-Com-Mitarbeitern, so ein Kalkül, fällt ein Standortwechsel schwer. Sie wären gezwungen, ein Abfindungsangebot anzunehmen. Offiziell teilte die Telekom der WirtschaftsWoche auf Anfrage mit, ein Umzug "ist kein Thema." Insider kolportieren allerdings, dass Ricke Raizner bereits den vakanten Chefposten der Geschäftskundensparte T-Systems angeboten hat. Wenn Raizner wirklich den Dunstkreis der Bonner Telekom-Zentrale verlassen wolle, dann könne er die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Konrad Reiss antreten. T-Systems hat seinen Sitz in Frankfurt, einem von Raizners bevorzugten Standort. Headhunter suchen bereits extern einen neuen T-Systems-Chef. Der Chefsessel bei T-Com, heißt es bei Personalberatern, stehe bei Topmanagern deutlich höher im Kurs. Für diesen Posten ließen sich leichter Topleute von außen gewinnen. (Georg Stanossek)
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