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Noch dieses Jahr zwei Milliarden Mobilfunkverträge Deloitte: Besser auf Qualität statt auf niedrige Preise setzen
Die zunehmende Zersplitterung des Marktes durch ein immer größeres Angebot an Technologien, Distributionskanälen und Geräten resultiert demnach in weiterer Neuausrichtung, Konsolidierung und strategischer Zusammenarbeit. In den USA hat dieser Trend dazu geführt, dass der Werbe- und Abo-Kuchen zwischen einer größeren Zahl von Anbietern aufgeteilt werden muss. Neue Geschäftsmodelle wie "Embedded Advertising", in andere Medieninhalte eingebettete Werbung, könnten für etablierte Werbeträger wie Banner-Anzeigen und Pop-Ups auf Dauer das Ende bedeuten. Raubkopien bereiten der Medienindustrie weiterhin schmerzliche Einnahmeverluste. Durch zusätzliche Investitionen in die Verwaltung digitaler Inhalte (Digital Asset Management) und geistiger Eigentumsrechte sollen Verluste abgefangen werden. Darüber hinaus sind Medienkonzerne unverändert auf der Suche nach neuen Verwertungsmöglichkeiten für vorhandene Inhalte.
Gewinnspannen im Mobilfunkbereich werden schrumpfen
Trotz des großen Interesses an Breitband-Anschlüssen machen amerikanische Provider kaum noch Gewinn, weil die starke Konkurrenz sie zwingt, den Dienst zum Selbstkostenpreis oder sogar darunter anzubieten. VoIP, das erst durch Breitband möglich wird und mit dem bestimmte Gespräche kostenlos geführt werden können, wird ebenfalls immer populärer. Trotzdem bleibt sprachbasierte Telefonie in absehbarer Zeit die größte Umsatz- und Gewinnquelle. In Europa behaupten die Anbieter traditioneller Festnetzdienste dabei aufgrund höherer Sprachqualität ihre Spitzenposition. Trotz steigender Marktanteile für Mobilfunk und VoIP werden sie auch zukünftig die meisten Gesprächsminuten für sich vereinnahmen. Der Gefahr durch Mobilfunk und VoIP begegnen Festnetzbetreiber meist durch Preissenkungen. Diese Maßnahme könne sich allerdings verheerend auf die Ertragskraft der Unternehmen auswirken, so Deloitte. Statt den Preisverfall voranzutreiben, sollten Telekommunikations-Anbieter lieber andere Strategien in Erwägung ziehen: Hervorhebung der überlegenen Sprachqualität, attraktive Angebotsbündelung, Premium-Services zur stärkeren Differenzierung und Festnetz-Telefone mit integriertem elektronischem Adressbuch, was zwar ein einfaches, aber für viele Handy-Käufer ausschlaggebendes Feature darstelle. (Georg Stanossek)
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