21.10.2005 -
Telekommunikationsanbietern eröffnen sich im Segment technik-affiner Frauen
neue Umsatzmöglichkeiten, hat
LogicaCMG in einer Studie
zum Thema Mobiler Inhalte ermittelt. Die Anzahl weiblicher mobiler Benutzer, die
sich Inhalte herunterladen, wird sich innerhalb der nächsten zehn Monate von
18 Prozent auf 58 Prozent mehr als verdreifachen. Frauen sind sich
allerdings zu 50 Prozent weniger als Männer der verfügbaren Inhalte für ihre Mobiltelefone bewusst. Auch werden Abonnements von Frauen seltener wahrgenommen
als von Männern, da hierdurch die Kontrolle über die Ausgaben niedriger ausfällt.
Bei Werbemaßnahmen sollte Frauen ein direkter Rabatt (bevorzugen 24 Prozent
der Frauen) gewährt werden. Ein in Aussicht gestellter Nachlass auf künftige
Downloads wird von Frauen weniger positiv beurteilt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen ihre Downloads auf einfache Inhalte wie
Klingeltöne oder Multimedia-Darstellungen beschränken,
ist um 33 Prozent höher als bei Männern. Im Gegensatz dazu besteht bei
Männern eine um 16 Prozent gesteigerte Wahrscheinlichkeit des Downloads
mobiler Spiele. Die Möglichkeit eines Downloads von Premium-Angeboten im
Sportbereich - wie die Torchancen der wichtigsten Spiele - ist bei Männern etwa
doppelt so hoch wie bei Frauen.
Frauen legen mehr Wert auf Kostenkontrolle

Verschiedene Aspekte begrenzen die Nachfrage von Frauen nach mobilen
Inhalten. So scheinen Frauen einen höheren Wert auf die Kontrolle
anfallender Kosten zu legen: Der Anteil der Frauen, die eine direkte
Abbuchung von Prepaid-Beträgen von ihrem Konto bevorzugen, liegt um 14 Prozent
höher als bei Männern. Klingeltöne oder Wallpaper-Downloads, die per einmaliger Betragsabbuchung gezahlt werden können, sprechen Frauen stärker an. Abonnements
hingegen schrecken eher ab, da die tatsächlichen Ausgaben hier schwerer zu
kontrollieren sind. Betreiber und Anbieter von Werbemaßnahmen sollten bei "Frauen-spezifischen" Angeboten einen direkten Rabatt gewähren und nicht mit
Nachlässen auf spätere Käufe (bspw. künftige Downloads) locken.
Die Studie wurde in Europa (Deutschland, Italien, Großbritannien) sowie
verschiedenen Ländern (Malaysia, Brasilien, USA) erhoben, wobei in jedem
Land 1 000 Erwachsene, die einer repräsentativen Gruppe angehören, befragt
wurden.