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Getestet: Blackberry Storm - Smartphone mit Multimedia-Touch

Der Blackberry mit Touchscreen-Bedienung als Alternative zum iPhone

28.11.2008 -  Seit Mitte November 2008 bietet Vodafone mit dem Blackberry Storm das erste Smartphone des kanadischen Herstellers RIM mit einem Touchscreen an. Sowohl in seinem Bedienkonzepten als auch seinen Maßen ähnelt es Modellen wie dem Apple iPhone 3G und dem Samsung Omnia. Der Touchscreen macht mit satten Farben und scharfe Konturen im Test des Blackberry Storm einen ähnlich guten Eindruck wie beim iPhone, während das Menü dann in typischer Blackberry-Gestaltung daher kommt. Je nachdem, wie man das Gerät hält, wird dazu eine Blackberry-typische Doppelbelegungstastatur (umschaltbar auf SMS-Tastenlayout) oder im Querformat eine QWERTZ-Tastatur angezeigt. Die Eingabe von Texten auf der Tastatur ist jedoch bisweilen etwas mühsam. Interessant ist, dass die Touchscreen-Tastatur eine Art mechanischen Druckpunkt hat. Erst wenn man den Klick "spürt", wird die gewünschte Funktion ausgeführt. Die vom iPhone bekannte MultiTouch-Funktion, die das Vergrößern oder Verkleinern der Anzeige mittels zweier Finger erlaubt, bietet der Blackberry Storm jedoch nicht.

Für den mobilen Internet-Zugang unterstützt das Smartphone HSDPA mit bis zu sehr schnellen 7,2 MBit/s sowie GPRS und EDGE. Der von Blackberry bekannte E-Mail-Push-Dienst und der integrierte Internetbrowser stehen zur Verfügung, wobei der Seitenaufbau im Test teilweise recht langsam war. Eine WLAN-Schnittstelle fehlt, so dass der Nutzer für Datenübertragungen nur das Mobilfunknetz und die Bluetooth-Schnittstelle nutzen kann. Für die mobile Navigation ist ein GPS-Modul integriert.

Multimedia-Player und Instant Messaging

Der Hersteller RIM richtet sich seinen Smartphones nicht mehr nur an Manager und Business-Kunden wie eine Reihe von Multimedia-Anwendungen, wie der Media-Player, zeigt, der gängige Audio- und Video-Formate unterstützt. Die Audio-Wiedergabe ist über den eingebauten Lautsprecher möglich, der allerdings eine nur mäßige Klangqualität bietet, sowie über das mitgelieferte Headset. Alternativ können beliebige Kopfhörer an die Mini-Klinkenbuchse angeschlossen werden. Videos können als Vollbild über den gesamten Bildschirm im Querformat wiedergegeben werden. Weitere Anwendungen, z.B. Instant-Messaging-Clients oder alternative Browser, können bei Bedarf installiert werden. Im Test mit ICQ dauerte es im Vergleich zu anderen Smartphones recht lange, bis die eigene Kontakte-Liste geladen war.

Es steht 1 GB interner Speicher zur Verfügung, der mit bis zu 16 GB großen microSD-Karten erweitert werden kann. Damit kann der Blackberry Storm in punkto Speicherplatz dem iPhone 3G das Wasser reichen, wird jedoch von Samsung Omnia übertroffen, das bereits bis zu 16 GB internen Speicher mitbringt und zusätzlich noch durch eine Speicherkarte erweitert werden kann.

Im mobilen Betrieb zeigte der Blackberry Storm zwar grundsätzlich eine recht gute Empfangsqualität, allerdings gab es Verbindungsabbrüche, wenn sich der Nutzer im Grenzbereich zwischen UMTS- und GSM-Netz befand. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist in Ordnung, allerdings etwas bassbetont, während die Höhen abgeschnitten werden. Die Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen funktioniert gut.

Vodafone verkauft den Blackberry Storm generell ohne SIM-Lock und nur leichtem Branding. Mit Vertrag ist das Smartphone zu Preisen ab 1 Euro zu bekommen. Ohne Vertrag liegt der Preis dann bei 479,50 Euro. In beiden Fällen kann das Gerät bei dieser Variante auch in anderen Netzen eingesetzt werden. Die Nutzung mit einer für den Blackberry-Dienst aktivierten SIM-Karte von T-Mobile war im Test problemlos möglich.

Auch der Storm ist ein echter Blackberry. Wer mit der gewöhnungsbedürftigen Touchscreen-Tastatur nicht zurecht kommt, erhält mit dem Bold ein Modell mit gewohnter mechanischer Tastatur. Die übrigen Features der beiden Geräte sind sehr ähnlich, wobei der Blackberry Storm durch sein großes Display besticht, das vor allem beim Surfen im Internet, aber auch bei der Video-Wiedergabe von Vorteil ist. Im Vergleich mit dem iPhone 3G gewinnt das Apple-Handy durch eine "gefühlt" einfachere Bedienung und die MultiTouch-Funktion. Außerdem muss für die iPhone-Nutzung nicht zwingend ein Zusatzdienst wie für Blackberry gebucht werden. Dafür binden sich iPhone-Fans, die ihr Handy auf offiziellem Weg bei T-Mobile kaufen, an das Bonner Unternehmen und entsprechende Tarife, während der Blackberry Storm auch ohne Vertrag und ohne SIM-Lock verkauft wird, so dass Interessenten das Gerät flexibler nutzen können.

Den kompletten Testbericht auf teltarif.de: Blackberry Storm im Test

(xdial.de)

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