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Heiter und trotzdem wolkig: Cloud-Computing wird immer wichtiger Trend auf der CeBIT: Rechnerkapazität, Anwendungen und Daten in der Wolke Die folgende Agenturmeldung wurde nicht redaktionell von xdial.de bearbeitet. Viele Aufgaben, die früher vom eigenen PC erledigt wurden, werden zunehmend ins Internet beziehungsweise in die Wolke verlagert. Auf der Computer- und Technikmesse CeBIT in Hannover (2. bis 6. März) spielt Cloud-Computing ebenfalls eine wichtige Rolle. "Neben Größen wie Microsoft und IBM werden zahlreiche kleinere Firmen ihre Cloud-Neuheiten präsentieren", sagt CeBIT-Sprecher Hartwig von Saß. Cloud-Computing könnte auch "digitales Outsourcing" heißen: Systemressourcen kommen nicht nur aus dem Computer unterm Schreibtisch, sondern aus dem Internet. Dort stellen Server die Kapazitäten zum Speichern von Daten, für Anwendungsprogramme oder gar Betriebssysteme bereit. Nutzer müssen lediglich einen schnellen Zugang ins Netz haben. Dass sich dafür erst vor kurzem, dafür aber umso schneller, der Begriff Cloud-Computing durchgesetzt hat, hat laut Holger Bleich von der Zeitschrift "c't" in Hannover viel mit Marketing zu tun.
Nutzung bereits weit verbreitet
Auch von Microsoft wird ein solches Angebot für private Nutzer kommen: Office Web Apps 2010. "In drei bis vier Jahren wird ein Großteil der Lösungen über das Web laufen", sagt Carlo Velten vom Institut für Marktanalyse Experton Group in Ismaning bei München. Der Bedarf an Online-Backups privater Daten werde steigen. Das gelte auch für die Bereitschaft privater Nutzer, für entsprechende Dienste zu bezahlen. Schließlich seien schon jetzt Verbraucher bereit, für das Speichern von Daten bei Anbietern wie Rapidshare oder Megaupload Geld auszugeben.
Web-Dienste für private Nutzer häufig kostenlos
Die in Hannover präsentierten Cloud-Entwicklungen richten sich vorrangig an Unternehmen. Für sie ist es besonders wichtig, Rechnerkapazitäten, Intranets, Applikationen und Daten in die Wolke verlagern zu können. Das spart in erster Linie Geld. "Eine betriebliche IT-Infrastruktur muss man nicht mehr selbst aufbauen, die Wartungskosten entfallen", erläutert Holger Bleich. Ein gutes Beispiel dafür sind Facebook und Konsorten: "Der Fotoupload ist das größte finanzielle Problem der Social Networks", erläutert Marktanalyst Velten. Facebook-Nutzer zum Beispiel haben nach Angaben des Unternehmens rund 20 Milliarden Fotos gespeichert. Monatlich kommen zwei bis drei Milliarden Aufnahmen hinzu. Was eigentlich als Gimmick gedacht war, frisst jetzt Ressourcen - und damit Kosten. Deshalb schiebt Facebook vieles in die Cloud. Ebenso wie Amazon bietet auch Microsoft Wolken-Lösungen für Firmen an und präsentiert sie auf der CeBIT. Eine entscheidende Rolle wird das im vergangenem Herbst gestartete Cloud-Betriebssystem Azure spielen. "In Azure können IT-Anwendungen direkt im Web entwickelt werden", erklärt Frank Mihn von Microsoft. Nach Holger Bleichs Einschätzung wird die Anzahl derjenigen, die Cloud-Lösungen für Firmen ebenso wie für Privatnutzer anbieten, im Lauf dieses Jahres weiter steigen. Das werde sich auch auf die Preise auswirken - sie dürften fallen.
Datenschutz und Privatsphäre nach wie vor Thema
(xdial.de / dpa)
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