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Europäische Polizei-Datenbank verzögert sich Schengen-Informationssystem SIS II zu pannenanfällig Die folgende Agenutr-Meldung wurde von xdial unverändert übernommen. Die neue Datenbank für die Verbrecherjagd in Europa wird mit einer Verspätung von mindestens sechs Jahren starten. Frühestens 2013 kann das Schengen-Informationssystem SIS II an den Start gehen - ursprünglich war das schon für 2007 geplant. Die EU-Kommission informierte heute in Luxemburg die europäischen Innenminister über die erneute Verzögerung. Wie teuer das pannenanfällige System, das bei Tests mehrfach abgestürzt ist, sein wird, bleibt offen. Erst im Oktober will die Kommission Budgetpläne vorlegen, bislang wurden 25 Millionen Euro ausgegeben. Das Computersystem sorgt seit Monaten für Streit in der EU. Österreichs Innenministerin Maria Fekter warf der EU-Kommission in Luxemburg "eine unseriöse Beschwichtigungsmaschinerie" vor, die "unerträglich" sei. Mit dem Computersystem SIS II sollen Fahnder schneller Daten austauschen können. Erfasst werden per Haftbefehl gesuchte Straftäter, illegal eingereiste Personen und Kennzeichen von gestohlenen Autos. Das System, das die Datenbank SIS I ablösen soll, wird auch biometrische Daten verarbeiten können. (dpa / Marie-Anne Winter)
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