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Läuse im Pelz vermeiden: In Freundeslisten ist nicht für alle Platz IT-Sicherheitsexpertent: Viele Facebook-Nutzer zu freizügig mit ihren Daten Die folgende Agenturmeldung wurde nicht redaktionell von xdial.de bearbeitet. Wer eine Gummiente oder ein Katzenpärchen als Foto seines Netzwerk-Profils hat, kann kein schlechter Mensch sein. Das müssen sich jüngst etliche Facebook-Nutzer gedacht haben, als sie Freundschaftsanfragen mit solchen Bildern bekamen. Sie akzeptierten sie jedenfalls ungeprüft - und hätten sich damit fiese Läuse im Pelz einhandeln können. Denn nicht jede Anfrage kommt von Zeitgenossen mit guten Absichten. Wer zweifelt, lehnt lieber ab. Aber auch nicht jede Person, die der Nutzer kennt, passt in jede Freundesliste. Die Profile mit der Ente und den Kätzchen hatten tatsächlich keine schlechten Menschen erstellt: Dahinter steckte das Unternehmen Sophos aus Mainz. Es bietet Firmen IT-Sicherheitslösungen an - und wollte herausfinden, wie freizügig Internetnutzer mit ihren Daten umgehen. "Ziemlich freizügig", lautet die Antwort vielfach: Fast die Hälfte (46 Prozent) der je 100 "angefunkten" Nutzer nahmen die ihnen unbekannten Inhaber der Profile in ihre Freundeslisten auf. Wer erstmal in so einer Liste oder auch in der Kontaktliste eines beruflich orientierten Netzwerkes steht, hat unter Umständen Zugriff auf höchst Privates: Ist der Inhaber von Profil X liiert oder Single? Was sind seine Hobbys? Wo hat er schon gearbeitet? Und wie hält er es mit Politik und Religion? Je nachdem, wie detailliert der Nutzer sein Profil ausgefüllt hat, sind Antworten auf all diese Fragen nur zwei, drei Klicks entfernt.
Spam und Malware sind die Folge
Nur vertrauenswürdige Kontakte in die Freundesliste aufnehmen
"Ich verstehe sowieso nicht, welcher Ehrgeiz die Leute antreibt, im Netzwerk 300 oder 500 Freunde zu haben", bekräftigt Günther Ennen. Eine Regel, nach der es sich gehört, jede Freundschaftsanfrage positiv zu beantworten, existiert nicht. "Grundsätzlich ist niemand gezwungen, jemanden in seine Liste aufzunehmen", so Christian Spahr. Bei Fremden gilt das sowieso. Es gilt aber auch bei Menschen, die der Inhaber des Profils zwar kennt, die er aber nicht aufnehmen möchte: ferne Bekannte, die schon immer ziemlich genervt haben, aufdringliche Ex-Liebhaber, Kollegen oder sogar der eigene Chef.
Berufliche und private Kontakte trennen
Sowohl Freunde als auch Vorgesetzte in ein und dieselbe Liste zu nehmen, empfiehlt sich nur in Netzwerken, die ihre Nutzer innerhalb der Listen unterscheiden lassen. Dann können sie bestimmten Freunden den Zugang zu allen Informationen im Profil ermöglichen und anderen nur zu einem Teil davon. "Jeder Nutzer sollte bewusst entscheiden, ob und wie umfangreich er das nutzen will", sagt Christian Spahr. Aber Geschäftspartnern und dem Chef den Blick auf wilde Partyfotos zu verwehren, kann auf keinen Fall schaden. Und klar ist auch: Jede Überlegung, wer in die Freundesliste kommt und wer nicht, hat nur dann einen Sinn, wenn das Profil auf "privat" beziehungsweise "nicht öffentlich" gestellt ist. Sonst sieht schlichtweg jeder alles. (dpa / xdial.de)
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