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Bayerns Innenminister: Googles Street-View-Aufnahmen gestoppt

Verzicht auf Sammlung von WLAN-Netzdaten

21.05.2010 - Laut Bayerns Innenminister Hermann wird Google seine Aufnahmefahrten für den Dienst Street View so lange einstellen, bis alle Fragen zur Erfassung und Speicherung von WLAN-Netzdaten geklärt seien. Die Erfassung der Adressen privater WLAN-Netze bei Google-Aufnahmefahrten hatte heftige Proteste ausgelöst.

Die folgende Agenturmeldung wurde nicht redaktionell von xdial.de bearbeitet.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßt die Unterbrechung der Google-Aufnahmefahrten. Das Unternehmen habe ihm in einem Schreiben "verbindlich mitgeteilt", dass die Aufnahmefahrten von Street View erst wieder aufgenommen würden, wenn die verwendeten Fahrzeuge so umgerüstet seien, dass WLAN-Netzdaten von diesen nicht mehr erfasst werden könnten, teilte Herrmann am Freitag in München mit.

Herrmann hatte Google bis Freitag eine Frist für eine verbindliche Erklärung gesetzt. Die Firma sollte darin zusagen, ihre Aufnahmen so lange zu unterbrechen, bis alle Sachverhalte im Zusammenhang mit der Erfassung und Speicherung privater WLAN-Netzdaten geklärt seien.

Herrmann betonte, er "begrüße sehr, dass Google seine Aufnahmefahrten nicht nur unterbricht, sondern sogar darüber hinaus eindeutig erklärt hat, künftig auf die Sammlung von WLAN-Netzdaten vollständig zu verzichten". Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht bat der Minister, die Fahrzeuge nach deren Umrüstung stichprobenartig auf ihren "einwandfreien datenschutztechnischen Stand" zu überprüfen.

Mit speziellen 360-Grad-Kameras, die auf Autos montiert sind, scannt Google auch in Deutschland flächendeckend ganze Straßenzüge für seinen umstrittenen Internetdienst Street View. Heftige Proteste löste vor kurzem die Nachricht aus, dass dabei auch Adressen privater Computernetze erfasst werden. Nach heftigen Protesten räumte ein Google-Sprecher ein, dass "versehentlich" sogar Internetadressen und Teile von E-Mails gespeichert worden seien. Zugleich wurde bekannt, dass die Häuser nicht nur fotografiert, sondern auch per Laser abgetastet werden. Die Hamburger Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Zugleich stellte die Hamburger Datenschutzbehörde dem Unternehmen ein Ultimatum zur Herausgabe der Daten.

(xdial.de / ddp)

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