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IFA bei Flächenvermietung auf Vorjahresniveau

Besucherzahl schwer einzuschätzen, aber Umsatzplus für 2009 erwartet

07.08.2009 - IFA-Veranstalter und Industrievertreter sind angesichts Messenachfrage und Konsumklima optimistisch

Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise rechnen die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (4. bis 9. September) in vielen Bereichen wieder mit Rekordergebnissen.

Einen Monat vor Beginn der weltweit größten Messe für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik seien rund 120 000 Quadratmeter Fläche in 39 Hallen vermietet, sagte Messe-Chef Christian Göke am Donnerstag in Berlin. Das entspricht der vermieteten Fläche der IFA 2008.

Elektronikindustrie erwartet Umsatzwachstum

Sowohl die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronikindustrie als auch die Hersteller von Hausgeräten erwarten nach Angaben von Branchenvertretern bis Jahresende ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Schwerpunkt der Messe ist auch in diesem Jahr die neueste Generation von hochauflösenden Flachbildfernsehgeräten.

Der Anmeldestand der Unternehmen ist laut Göke ebenfalls positiv. Wie im vergangenen Jahr präsentierten alle internationalen Marktführer der Branche ihre Produkte auf der Leistungsschau. Der Zuspruch der Hersteller von Hausgeräten, für die fünf Hallen bereitstünden, habe zugenommen. "Aussteller und Handel setzen auf den Erfolg der IFA 2009", betonte Göke. Konkrete Zahlen liegen noch nicht vor.

Dagegen fällt die Prognose zu den Besucherzahlen angesichts weltweit rückläufiger Geschäftsreisen verhaltener aus. "Wir hoffen und sind zuversichtlich, so viele Besucher zu zählen wie im Vorjahr", sagte der Messe-Chef. Auf der IFA 2008 wurden 220 000 Gäste aus dem In- und Ausland registriert.

Trotz Wirtschaftskrise stabiles Konsumklima

An der Unterhaltungselektronik- und Hausgeräteindustrie ist die Krise bisher vorbeigezogen. "Nach positiven Ergebnissen im ersten Halbjahr und nach wie vor stabilem Konsumklima gehen wir für das Gesamtjahr 2009 in beiden Bereichen in Deutschland wieder von einem Umsatzwachstum aus", sagte der Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Hans-Joachim Kamp.

Damit revidierte Kamp die gfu-Prognose vom Jahresanfang, als die Unterhaltungselektronikindustrie noch mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2008 von vier Prozent auf 22,4 Milliarden Euro gerechnet hatte.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg laut gfu der Umsatz von Produkten der Unterhaltungselektronik gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent und der Informationstechnologie um 5,5 Prozent. Bei Telekommunikationsprodukten gab es dagegen einen Umsatzrückgang von zehn Prozent.

Auch bei Hausgeräten erwartet Kamp bis Jahresende einen höheren Umsatz als 2008. Zum Jahresbeginn hatte die Branche mit einem stabilen Markt auf dem hohen Vorjahresniveau von sieben Milliarden Euro gerechnet. Von Januar bis Mai dieses Jahres erwirtschaftete die Branche bei Großgeräten ein Umsatzplus von 8,6 Prozent und bei kleinen Produkten von sechs Prozent.

(ddp / xdial.de)

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