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Zauberwort RSS - Feedreader liefern Nachrichten automatisch

RSS ersparen das Absurfen zahlreicher Webseiten

09.03.2010 - Viele Internet-Nutzer sind heute täglich mehrfach auf vielen Internet-Seiten unterwegs, um sich auf aktuellem Stand zu halten. Doch diese Mühe müssten sie sich eigentlich nicht machen. Das Zauberwort heißt RSS-Feed.

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News von Spiegel Online, die neuesten Beiträge vom Lieblings-Blog und dann noch interessante Neuigkeiten aus der Region. Viele Internet-Nutzer sind heute täglich mehrfach auf vielen Internet-Seiten unterwegs, um sich auf aktuellem Stand zu halten. Doch diese Mühe müssten sie sich eigentlich nicht machen. Das Zauberwort heißt RSS-Feed.

   Mit dieser nicht neuen, aber noch immer vielen Nutzern unbekannten Funktion, bieten zahlreiche Webseiten-Betreiber Interessierten die Möglichkeit, sich neue Beiträge als sogenannten Newsfeed anzeigen zu lassen. Die Darstellung des News- oder RSS-Feeds kann auf verschiedene Weise erfolgen: per Webbrowser, in einem speziellen Newsreader-Programm oder mit Hilfe eines online-basierten Dienstes, der die vom Anwender abonnierten Feeds aufführt.

   Viele Internetnutzer kennen diese Möglichkeiten laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Fittkau & Maaß in Hamburg gar nicht - fast ein Viertel der Befragten weiß mit dem Begriff "RSS" nichts anzufangen. Und knapp die Hälfte der befragten Surfer weiß zwar, was RSS-Feeds sind - sie nutzt die Technik aber nicht. Das kann auch Sven Boschert, Geschäftsführer von addLeader in Berlin, nachvollziehen.

Das Unternehmen betreibt die Seite rss-verzeichnis.de: "Ich kenne kaum private Internetnutzer, die RSS-Feeds regelmäßig nutzen."

   Dass eine Website einen RSS-Feed anbietet, ist meistens an einem kleinen orangefarbenen Logo in der Adressleiste des Browsers zu erkennen. Wer das Logo aus zwei Viertelkreisen und einem Punkt anklickt, erhält einen Link zum Feed. Die typische Feedreader-Nutzung besteht darin, Beiträge von Nachrichten-Seiten und Blogs zu abonnieren. "RSS-Feeds sind eine ganz nette Sache, um sich seine News zusammenzustellen", sagt Jo Bager von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't". Zum Beispiel können Nutzer sich über neue Ergebnisse in der Google-Newssuche informieren - sie basteln sich ihre persönliche Online-Zeitung.

   Weitere Anwendungen sind auf den Netzwerk-Plattformen des sogenannten Social Web zu finden: "Im Grunde gibt es kaum einen Web-2.0-Dienst, bei dem man nicht personalisierte RSS-Feeds erstellen kann", erklärt Jo Bager. Beispielsweise können Nutzer des Bilderdienstes flickr die Fotos zu einem bestimmten Thema per Feed abrufen. Auch manche Online-Shops sowie die Auktionsplattform eBay informieren per RSS über neue Angebote.

   Wer RSS-Feeds abonnieren und kein zusätzliches Programm installieren möchte, kann dafür seinen normalen Webbrowser oder auch einige E-Mail-Programme nutzen. "Das ist auf jeden Fall für Einsteiger eine gute Sache", sagt Jo Bager. Firefox und das Mail-Programm Thunderbird etwa haben eine integrierte RSS-Funktion.

Für andere Programme gibt es Erweiterungen. Doch der Funktionsumfang von integrierten Lösungen und Erweiterungen ist oft eher gering. In Firefox etwa werden lediglich gekürzte Überschriften angezeigt. Den vollständigen Text erhalten Anwender erst, wenn sie die Schlagzeilen anklicken und sich so auf die jeweiligen Website leiten lassen.

   Mehr Komfort bieten spezielle RRS-Programme, von denen es viele kostenlos im Internet gibt. "Allgemein reicht für Privatanwender ein kostenloses Programm aus", sagt RSS-Experte Sven Boschert von addLeader. "Der etwas höhere Funktionsumfang kostenpflichtiger Software lohnt sich meist nur für professionelle Anwender." Zu den bekanntesten Programmen zählt Feedreader: Die Software lässt sich kostenlos herunterladen und ist auch in einer deutschsprachigen Version erhältlich. "Neben dem Feedreader ist auch das Programm Feedbuster beliebt", sagt Boschert.

   Aber nicht nur für den PC gibt es RSS-Programme. Auch viele Mobiltelefone bieten inzwischen solche Funktionen. "Wenn man die Texte mit einer entsprechenden Applikation per Feed abonniert, können diese auf einem kleinen Handy-Display ohne störende Website-Grafiken in Ruhe offline gelesen werden", erklärt Boschert.

   Trotz dieser Vorteile separater Programme liegt die Zukunft des Abrufs von RSS-Feeds nach Expertenmeinung in entsprechenden Online-Angeboten. Siegfried Hirsch aus München, Social-Media-Experte und Autor des Blogs "RRS Blogger", empfiehlt Google. Der Google-Reader listet für registrierte Nutzer die zuvor ausgewählten Feeds übersichtlich auf. "Es gibt auch die Möglichkeit, alle Feeds zu durchsuchen. Außerdem beobachtet der Google Reader das Leseverhalten des Nutzers und ordnet die Feeds entsprechend", sagt Hirsch. Ein ebenfalls weit verbreitetes Angebot, um die Newsfeeds online zu ordnen, ist Bloglines.

   Einen Schritt weiter gehen personalisierte Startseiten. Der entsprechende Service von Google heißt iGoogle, ähnliche Angebote sind Netvibes und Pageflakes. Die Nutzer können sich eine persönliche Seite einrichten und diese mit verschiedenen Inhalten und kleinen Anwendungen, den Widgets, ihren Bedürfnissen anpassen. Hier könnte die Zukunft von RSS-Feeds liegen, so Hirsch: "Der Trend geht immer mehr zu personalisierten Diensten."

(xdial.de)

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