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Digitales Büro feiert Neueröffnung: Was "Microsoft Office 2010" kann Am 15. Juni erscheint Office 2010 Büro zu verkaufen, von Grund auf saniert: Am 15. Juni erscheint Microsofts lang angekündigtes "Office 2010". Und ziemlich lang ist auch die Liste an Neuerungen, die der Hersteller für die zentralen Programme des Pakets in Aussicht stellt - also für "Word", "Excel", "PowerPoint" und "Outlook". Doch wie grundlegend und wie sinnvoll sind diese Neuerungen wirklich? Die aus Sicht von Tim Bosenick wichtigste Veränderung des neuen "Office" im Vergleich zur Vorgängervariante "2007" mag überraschen - da sie Microsoft im offiziellen Material zum Softwarepaket gar nicht erwähnt: "Office hat einen Sprung in Sachen Geschwindigkeit gemacht", sagt der Geschäftsführer von Sirvaluse. Das Unternehmen aus Hamburg nimmt Produkte auf ihre Nutzerfreundlichkeit hin unter die Lupe und hat Microsofts jüngsten Wurf eingehend getestet. Dabei kam heraus: Mit Ausnahme von "Outlook", das nur in der Betaversion vorlag, öffnen sich die Programme flotter und lassen sich auch schneller bedienen als bisher. Als erstes "Office" ist das neue außer in einer 32- auch in einer 64-Bit-Version zu haben. Diese ist laut dem Sirvaluse-Test "schneller als jede andere Office-Version, die es je gab". Der Haken für alle, die bereits mit "Microsoft Office 2007" arbeiten: Von dieser Version klappt der direkte Umstieg nur auf die 32-, nicht aber auf die 64-Bit-Variante von "2010".
Sinnvolle neue Funktionen
Dem stimmt Frank Badenius zu, der "Office 2010" für das Magazin "Computer Bild" getestet hat. Und mehr noch: "Das Menüband ist jetzt auch individuell einstellbar, das ist eine prima Sache geworden." Zudem sei der "Office-Button" getilgt worden. Hinter ihm hätten sich etliche Funktionen so gut versteckt, dass viele Nutzer sie gar nicht wahrgenommen hätten. Insgesamt hält Badenius dem neuen Programmpaket zugute, dass sich damit etwas leichter und besser arbeiten lasse - und dass es schlichtweg schicker daherkommt als der Vorgänger. Hinzu kommen einige aus Badenius' Sicht sinnvolle neue Funktionen. Dazu gehört die Möglichkeit, in "PowerPoint" eingefügte Videos zu bearbeiten. Wobei das in erste Linie bedeutet, dass sich die Clips am Anfang und am Ende schneiden lassen - aber immerhin. In den einzelnen Programmen lassen sich nun Screenshots des ganzen Fensters oder eines Ausschnitts anfertigen - im Menüband unter "Einfügen". Zudem kann der Nutzer Grafiken freistellen. "Man rahmt das Objekt ein, und 'Office' retuschiert den Bereich dahinter weg - das funktioniert sehr gut."
WebApps speichert in der Cloud
Als zusätzliche Nutzeroberfläche in sämtlichen "Office"-Programmen ist Backstage View hinzugekommen - per Klick aufzurufen über das Symbol oben links. Hier finden sich alle Funktionen zum Abspeichern, Ausdrucken oder auch zum Veröffentlichen von Dokumenten im Netz, die gerade bearbeitet werden. In "Outlook" haben die Entwickler eine direkte Verbindung zu Netzwerken wie Facebook eingebaut. Der Nutzer kann etwa seine dortigen Kontakte importieren und ihnen dann direkt aus dem Microsoft-Mailprogramm heraus Nachrichten schicken. Was bleibt unterm Strich? In Sachen Bedienung könne "Office 2010" "rundum überzeugen", urteilen die Sirvaluse-Experten. Microsoft habe Nutzer-Kritik berücksichtigt und vieles erleichtert. "Ich kann jedem garantieren, dass er einen Umstieg nicht bereuen wird", so Badenius. "Die riesengroße Mega-Änderung sehe ich aber nicht", schränkt Tim Bosenick ein. Auch Badenius urteilt, das Paket sei kein Muss - vor allem nicht, wenn man schon "Office 2007" nutzt. Das spiegelt sich im Test-Gesamtergebnis von "Computer Bild" wieder: Mit der Note 2,05 ließ "2010" die ältere Version (2,21) nicht deutlich hinter sich. Den Umstieg gleich zum Start von "Office 2010" empfiehlt Bosenick allen, die "Outlook" ausgiebig nutzen - weil der Fortschritt hier schlichtweg am größten sei. Anderen Nutzern rät er, zu warten, bis Microsoft mit den ersten Updates die eine oder andere Kante geglättet hat, die jede neue Software aufweist. Und was ist mit der kostenlosen "Office"-Alternative "OpenOffice"? Insgesamt gesehen, hat Microsofts Paket mehr zu bieten, da gibt es keinen Zweifel. "Aber wenn man ein normaler Nutzer ist, der mal einen Brief schreiben, seine Musiksammlung verwalten und ab und zu eine schöne Präsentation anfertigen will", so urteilt Tim Bosenick, "dann reicht auch 'OpenOffice'."
Versionen und Preise
(dpa / xdial.de)
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