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OpenOffice.org startet Kampagne gegen Download-Abofallen

Übersichtsseite soll Informationen und Ratschläge bieten

16.09.2009 - Das Projekt OpenOffice.org startet heute eine Kampagne gegen die so genannten Download-Abofallen. Unzählige dieser Seiten bieten eigentlich kostenfreie Software, insbesondere Open Source Software, gegen Geld an.

Die folgende Pressemeldung wurde nicht redaktionell von xdial.de bearbeitet.

Das Projekt OpenOffice.org startet heute eine Kampagne gegen die so genannten Download-Abofallen. Unzählige dieser Seiten bieten eigentlich kostenfreie Software, insbesondere Open Source Software, gegen Geld an. Dabei wählen sie ihre Aufmachung oft so geschickt, dass den meisten Anwendern erst beim Eintreffen der Rechnung bewusst wird, dass sie sich auf ein kostspieliges Abonnement eingelassen haben und für den andernorts kostenfreien Download nun bezahlen sollen.

Durch Platzierung von Werbung bei Suchmaschinen entsteht häufig der Eindruck, es handle sich um die offiziellen Projektseiten, die als reguläres Suchergebnis aufgelistet werden. In Wahrheit sind es jedoch bezahlte Anzeigen, die Suchergebnissen täuschend ähnlich sehen. Hinweise auf die Vertragsbedingungen der Anbieter und die anfallenden Kosten sind dabei nicht selten erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Allein durch die Suchmaschinenwerbung tappen vermutlich jeden Tag mehrere Hundert Benutzer in die Falle.

Gerichte und Verbraucherschützer bislang machtlos

Florian Effenberger, Marketing Project Co-Lead von OpenOffice.org, erklärt die Situation: "Schon seit langem müssen wir beobachten, wie zahllose schwarze Schafe mit teils massiven Drohgebärden gegen unbedarfte Nutzer vorgehen, und dabei nicht nur den guten Ruf von freier Software schamlos ausnutzen, sondern ihr dreistes Geschäftsmodell zudem noch auf den Verdiensten hunderter Ehrenamtlicher aufbauen. Weder Gerichte noch Verbraucherschutzzentralen haben bislang wirklich etwas dagegen unternehmen können. Während die einen ehrenamtlich für eine gute Sache arbeiten, schlagen andere durch die Unbedarftheit von Anwendern daraus schamlos Kapital. Das darf einfach nicht sein. Mit unserer Kampagne wollen wir nun ein Zeichen setzen und insbesondere die Suchmaschinenbetreiber zur aktiven Unterstützung unseres Anliegens aufmerksam machen. Denn auch sie werden als Teil des Abzock-Systems benutzt und verdienen mit jeder Anzeige zudem noch bares Geld."

Im Rahmen seiner Kampagne hat das Open-Source-Projekt eine Übersichtsseite mit Informationen und Hintergrundartikeln zusammengestellt, die die häufigsten Fragen der Betroffenen beantworten. OpenOffice.org ruft dazu auf, unter einer eigens dafür eingerichteten E-Mail-Adresse entsprechende Seiten zu melden und von eigenen Erfahrungen zu berichten. Anhand der Einsendungen, die vertraulich behandelt werden, wird das Projekt gezielt die Suchmaschinen um ihre Mitarbeit bitten.

Übrigens: Der Download von OpenOffice.org ist kostenfrei und natürlich ohne Angabe von persönlichen Daten auf der offiziellen Homepage des Projekts möglich. Generell sollten beim Herunterladen von Programmen niemals persönliche Daten preisgegeben werden.

(xdial.de)

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