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Telegate mit stabilen schwarzen Zahlen Geschäftsbereich Media wächst und wird wichtiger
Die telegate AG hat im Geschäftsjahr 2008 ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise die selbst gesteckten Ziele erreicht bzw. übertroffen. Der Konzernumsatz des Multichannel-Anbieters für Lokale Suche stieg vor allem durch das starke Wachstum im Geschäftsbereich Media um 3,2 Prozent auf 178,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) vor Einmaleffekten von 40,2 Millionen Euro liegt leicht über dem oberen Ende der zuletzt im September angehoben Prognose von 35 bis 40 Mio. Euro. Erstmals lieferten sämtliche internationalen Segmente einen positiven Ergebnisbeitrag. Für das laufende Geschäftsjahr 2009 rechnet das Unternehmen mit einer leichten Abschwächung der Ertragsdynamik. Der Media-Bereich erzielte einen Umsatz von 18,9 Mio. Euro nach 2,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007. Dies unterstreicht die Fortschritte des Unternehmens beim Umbau des Geschäftsmodells zu einem werbefinanzierten Auskunftsanbieter. Das klassische Auskunftsgeschäft erwirtschaftete 159,8 Mio. Euro gegenüber 170,4 Mio. Euro im Vorjahr und kompensierte damit den erwarteten Marktrückgang besser als erwartet.
Ertragslage: EBITDA vor Einmaleffekten etwa auf Vorjahresniveau
Vermögenslage: solide Finanzausstattung sichert Handlungsspielräume
Erstmals alle Segmente mit positiven Ergebnisbeiträgen
In einem sehr wettbewerbsintensiven und deutlich rückläufigen Marktumfeld für das klassische Telefonauskunftsgeschäft lag der Umsatz des Segments Frankreich mit 14,7 Mio. Euro markant unter dem Vorjahresergebnis von 20,8 Mio. Euro. Dagegen erreichte das Segment erstmals seit Zugehörigkeit zur telegate Gruppe dank niedrigerer Werbeausgaben und einer Optimierung der Kostenstruktur die Gewinnzone: Das EBITDA verbesserte sich von -2,9 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro. Trotz des rückläufigen klassischen Auskunftsgeschäfts blieben die Erlöse des Segments Italien/Spanien mit 39,8 Mio. Euro konstant zum Vorjahr (39,7 Mio. Euro). In Spanien konnte das rückläufige Anrufvolumen großteils durch höhere Umsätze pro Anruf sowie durch die ersten Umsätze im Werbevertrieb aufgefangen werden. Das Segment-Ergebnis auf EBITDA-Basis verminderte sich von 6,9 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Einer der Gründe hierfür waren höhere Personalkosten und ein höherer Aufwand für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem gesetzlichen Verbot in Italien, sogenannte "Projektarbeitsverträge" für Inbound-Call Center einzusetzen.
Ausblick: Umbau des Geschäftsmodells bleibt im strategischen Fokus
Ertragsseitig rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2009 mit einer leicht rückläufigen Dynamik. Dies begründet sich aus dem Rückgang des margenstarken Auskunftsgeschäfts, der kurzfristig voraussichtlich noch nicht durch das Wachstum des momentan noch margenschwächeren Media-Geschäfts kompensiert werden kann. Entsprechend wird sich telegate auf Kostensenkungsmaßnahmen konzentrieren, um den Investitionsspielraum für das Wachstum des Media-Geschäfts abzusichern. Insgesamt erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2009 ein EBITDA vor Einmaleffekten in einer Bandbreite von 32 Mio. Euro bis 37 Mio. Euro. (xdial.de)
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