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Telegate mit stabilen schwarzen Zahlen

Geschäftsbereich Media wächst und wird wichtiger

12.03.2009 -  Die folgende Pressemeldung wurde nicht redaktionell von xdial.de bearbeitet.

Die telegate AG hat im Geschäftsjahr 2008 ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise die selbst gesteckten Ziele erreicht bzw. übertroffen. Der Konzernumsatz des Multichannel-Anbieters für Lokale Suche stieg vor allem durch das starke Wachstum im Geschäftsbereich Media um 3,2 Prozent auf 178,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) vor Einmaleffekten von 40,2 Millionen Euro liegt leicht über dem oberen Ende der zuletzt im September angehoben Prognose von 35 bis 40 Mio. Euro. Erstmals lieferten sämtliche internationalen Segmente einen positiven Ergebnisbeitrag. Für das laufende Geschäftsjahr 2009 rechnet das Unternehmen mit einer leichten Abschwächung der Ertragsdynamik.

Der Media-Bereich erzielte einen Umsatz von 18,9 Mio. Euro nach 2,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007. Dies unterstreicht die Fortschritte des Unternehmens beim Umbau des Geschäftsmodells zu einem werbefinanzierten Auskunftsanbieter. Das klassische Auskunftsgeschäft erwirtschaftete 159,8 Mio. Euro gegenüber 170,4 Mio. Euro im Vorjahr und kompensierte damit den erwarteten Marktrückgang besser als erwartet.

Ertragslage: EBITDA vor Einmaleffekten etwa auf Vorjahresniveau

Das EBITDA der telegate Gruppe liegt im Geschäftsjahr 2008 bei 43,3 Mio. Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 48,4 Mio. Euro. Allerdings sind in den Ergebnissen Sondereffekte enthalten: Im Ergebnis des Jahres 2008 waren dies Einmalerträge aus einer positiv entschiedenen Datenkostenklage und Einmalaufwendungen für die Integration der telegate MEDIA AG sowie im Vorjahr Einmalerträge aus einer verringerten Risikovorsorge für Datenkostenklagen. Das um diese Effekte bereinigte EBITDA lag mit 40,2 Mio. Euro etwa auf Höhe des Vorjahreswerts von 40,9 Mio. Euro. Der Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern sank vor allem aufgrund des deutlich gestiegenen Ertragssteueraufwands von 33,6 Mio. Euro im Vorjahr auf jetzt 24,3 Mio. Euro entsprechend 1,15 Euro je Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft schlagen der Hauptversammlung vor, an der kontinuierlichen Dividendenpolitik festzuhalten und eine unveränderte Dividende von 0,70 Euro je Aktie an die Anteilseigner auszuschütten. Bezogen auf den Bilanzstichtag entspricht dies einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite von rund elf Prozent.

Vermögenslage: solide Finanzausstattung sichert Handlungsspielräume

Die telegate Gruppe ist zum Bilanzstichtag 2008 vollständig schuldenfrei und sieht sich in einem schwieriger gewordenen Refinanzierungsumfeld für Unternehmen finanziell gut gerüstet. Die liquiden Mittel der Gesellschaft zum Bilanzstichtag haben sich nach der Zahlung des Kaufpreises für die telegate MEDIA AG (ehemals klickTel AG) und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2007 wieder deutlich erholt und liegen nun bei 53,5 Mio. Euro (2007: 66,8 Mio. Euro). Darüber hinaus konnte das Unternehmen seine Eigenkapitalausstattung auf hohem Niveau stabilisieren: Zum 31. Dezember 2008 betrug die Eigenkapitalquote 52,7 Prozent (2007: 56,7 Prozent).

Erstmals alle Segmente mit positiven Ergebnisbeiträgen

Der Umsatzanteil des Segments Deutschland/Österreich am Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2008 auf rund 70 Prozent. Die Segmenterlöse beliefen sich insgesamt auf 124,3 Mio. Euro gegenüber 112,8 Mio. Euro im Vorjahr. Wesentlicher Umsatztreiber war vor allem das Werbevertriebsgeschäft, das sowohl durch externes Wachstum wie auch deutliches organisches Wachstum mit 18,5 Mio. Euro zum höheren Geschäftsvolumen beitrug und bereits rund 15 Prozent des Segmentumsatzes erlöste. Ohne die Akquisition der telegate MEDIA AG hätte der Umsatzrückgang etwa drei Prozent betragen. Das Segment-EBITDA belief sich auf 37,7 Mio. Euro (Vorjahr: 44,4 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten ergibt sich gegenüber 2007 (36,9 Mio. Euro) ein leicht rückläufiges Ergebnis in Höhe von 34,6 Mio. Euro.

In einem sehr wettbewerbsintensiven und deutlich rückläufigen Marktumfeld für das klassische Telefonauskunftsgeschäft lag der Umsatz des Segments Frankreich mit 14,7 Mio. Euro markant unter dem Vorjahresergebnis von 20,8 Mio. Euro. Dagegen erreichte das Segment erstmals seit Zugehörigkeit zur telegate Gruppe dank niedrigerer Werbeausgaben und einer Optimierung der Kostenstruktur die Gewinnzone: Das EBITDA verbesserte sich von -2,9 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro.

Trotz des rückläufigen klassischen Auskunftsgeschäfts blieben die Erlöse des Segments Italien/Spanien mit 39,8 Mio. Euro konstant zum Vorjahr (39,7 Mio. Euro). In Spanien konnte das rückläufige Anrufvolumen großteils durch höhere Umsätze pro Anruf sowie durch die ersten Umsätze im Werbevertrieb aufgefangen werden. Das Segment-Ergebnis auf EBITDA-Basis verminderte sich von 6,9 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Einer der Gründe hierfür waren höhere Personalkosten und ein höherer Aufwand für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem gesetzlichen Verbot in Italien, sogenannte "Projektarbeitsverträge" für Inbound-Call Center einzusetzen.

Ausblick: Umbau des Geschäftsmodells bleibt im strategischen Fokus

In einem momentan unsicheren wirtschaftlichen Umfeld, das verlässliche Prognosen erschwert, geht die Unternehmensleitung für das laufende Geschäftsjahr 2009 weiterhin von einem rückläufigen Trend im klassischen Auskunftsgeschäft und starkem Wachstum im Werbevertriebsgeschäft aus.

Ertragsseitig rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2009 mit einer leicht rückläufigen Dynamik. Dies begründet sich aus dem Rückgang des margenstarken Auskunftsgeschäfts, der kurzfristig voraussichtlich noch nicht durch das Wachstum des momentan noch margenschwächeren Media-Geschäfts kompensiert werden kann. Entsprechend wird sich telegate auf Kostensenkungsmaßnahmen konzentrieren, um den Investitionsspielraum für das Wachstum des Media-Geschäfts abzusichern. Insgesamt erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2009 ein EBITDA vor Einmaleffekten in einer Bandbreite von 32 Mio. Euro bis 37 Mio. Euro.

(xdial.de)

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