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Telekom-Spitzelprozess könnte Ricke und Zumwinkel schwer belasten Der Hauptangeklagte, ehemaliger Leiter Konzernsicherheit, will sich erstmals äußern Der am Freitag beginnende Prozess um die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom könnte den ehemaligen Aufsichtsratchef Klaus Zumwinkel und den Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke doch noch schwer belasten. Der Hauptangeklagte, der ehemalige Leiter der Telekom-Konzernsicherheit, Klaus Trzeschan, will sich erstmals äußern. Das bestätigte dessen Anwalt Hans-Jörg Odenthal dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die Staatsanwaltschaft wirft Trzeschan neben dem Verstoß gegen den Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis vor, Firmengelder von insgesamt rund einer Million Euro veruntreut zu haben Trzeschan könnte Zumwinkel und Ricke belasten. Bislang sei unklar, ob Zumwinkel oder Ricke die illegale Schnüffelei toleriert oder gar in Auftrag gegeben haben. Wenn der Prozess Beweise für ihre Mitschuld zu Tage fördert, können die Ermittlungen gegen sie erneut beginnen. "Wir können jederzeit das Verfahren wieder aufnehmen", sagt der zuständige Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel. In dem Spitzelskandal hat die Telekom in den Jahren 2005 und 2006 illegal Telefonate von Journalisten und Aufsichtsräten ausspioniert. Ziel war, zu erfahren, wer Unternehmensinterna an die Presse weiterleitet. Die Staatsanwaltschaft wirft Trzeschan vor, die Telefondaten beschafft und einem externen Dienstleister zur Auswertung übergeben zu haben. (ddp / xdial.de)
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