19.10.2009 -
Der deutsche Fachhandel für mobile Kommunikation ist bei
Verbrauchern immer noch der Einkaufskanal Nummer Eins. Beim Mobilfunk-Vertragsabschluss oder beim Kauf von Handys, Smartphones und Notebooks finden 66 Prozent aller Deutschen nach wie vor den Weg in den stationären Einzelhandel. In Punkto
Vertrauenswürdigkeit in die Fachkenntnisse der Verkaufs-Berater sowie deren
Beratungsqualität sieht die aktuelle Lage allerdings wesentlich anders aus. Jeder Zweite
(51,8 Prozent) ist mit seiner letzten Beratung im Telekommunikations-Fachhandel
unzufrieden, lediglich 25,2 Prozent der Verbraucher vertrauen in die Fachkenntnisse und
Kompetenz der Berater. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung zur
Service- und Beratungsqualität im deutschen Telekommunikationsmarkt im Auftrag von The
Phone House. Im Zuge dieser Studie befragte The Phone House 1 034 Personen zu deren
Erwartungen an Service und Beratung im Fachhandel für mobile Kommunikation. Laut den
Ergebnissen der Studie müssen vor allem die Fachkenntnisse der Berater gesteigert
werden, um das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen.
Die Mehrheit deutscher Verbraucher (49,2 Prozent) macht sich zunächst über die Angebote im
Internet schlau, geht dann allerdings in den Fachhandel, um sich dort persönlich beraten zu
lassen und einen Vertrag abzuschließen. Die persönliche Beratung spielt diesbezüglich eine
besondere Rolle, da im Gespräch offene Fragen zu Tarifen und zur Bedienung des
Endgeräts geklärt werden können. So gaben 79,7 Prozent der Befragten an, dass durch
persönliche Beratung die Komplexität des Tarifdschungels überwunden werden kann,
bezüglich der Komplexität von Endgeräten (Notebooks, Smartphones und Handys) glauben
das 73 Prozent. Auch besondere Services sind gefragt: 71,7 Prozent möchten das Gerät
vor Ort erklärt bekommen, 65,1 Prozent wünschten sich sogar eine Einrichtung des Geräts
im Shop, so dass sie es einsatzbereit mit nach Hause nehmen können.
Wege aus der Vertrauenskrise

"Die Studie hat uns nicht nur wertvolle Erkenntnisse über die Erwartungen der Kunden an
die Berater gebracht, sondern vor allem auch Wege aufgezeigt, wie wir näher an den
Kunden rücken können", erklärt Dr. Ralf-Peter Simon, Geschäftsführer von The Phone
House. Befragt nach Wegen aus der Vertrauenskrise gegenüber Beratern, erwarten 55,3 Prozent deutscher Verbraucher eine Verbesserung der Fachkenntnisse von Beratern über
Tarife und Endgeräte, da nur so beispielsweise Vertragsbedingungen wirklich transparent
erklärt werden können, was für 90,1 Prozent der Verbraucher wichtig oder sehr wichtig ist.
Für 49,9 Prozent der Befragten sind dabei regelmäßige und bessere Schulungen
notwendig, um die Kompetenz von Beratern zu steigern. 36 Prozent der Verbraucher gehen
sogar so weit, einen Net Promoter Score zu fordern, die Berater also nach der Qualität ihrer
Beratungsleistungen zu entlohnen. Auf diese Weise würden sie eher auf die individuellen
Interessen ihrer Kunden eingehen, und nicht möglichst hochprovisionierte und für den
Kunden unpassende Verträge verkaufen.
"Wir werden die Ergebnisse nutzen und die Service- und Beratungsqualität in unseren
Shops sowie denen unserer Franchisenehmer erhöhen. Als erste Maßnahme haben wir zu
Beginn des Monats das Notebook-Service-Paket eingeführt, das die komplette Einrichtung
von Net- und Notebooks beinhaltet. Weitere auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte
Services werden folgen. Zudem werden wir die Schulungen in unserer Akademie ausweiten
und optimieren und den Kunden über Aufklärungskampagnen die Vorteile und
kostengünstigen Möglichkeiten, überall online gehen zu können, näher bringen. Die
Ergebnisse der Studie betrachten wir als klaren Auftrag deutscher Verbraucher, die
Fachkenntnisse und Vertrauenswürdigkeit unserer Berater zu erhöhen", resümiert Simon
abschließend.