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Paradigmenwechsel durch Siegeszug mobiler Datendienste Smartphone- und App-Boom revolutioniert die Telko-Branche
Der europäische Telekommunikationsmarkt und seine zentralen Anbieter durchleben aktuell einen veritablen Paradigmenwechsel: Das mobile Internet entwickelt sich nach langer Durststrecke dank Smartphone-Boom und mittlerweile erschwinglicher Flatrate-Tarife doch noch zum Massenphänomen. Ab 2014 verfügt das mobile Breitbandinternet in Europa über eine Netzabdeckung von 92 Prozent. Während 2009 weltweit gerade einmal 1,4 Milliarden Smartphone-Anwendungen - sogenannte Apps - von den dazugehörigen Download-Plattformen geladen wurden, vervielfacht sich dieser Wert binnen fünf Jahren auf 18,7 Milliarden Anwendungen. Dieses Volumen bringt den Anbietern durch den Anteil kostenpflichtiger Downloads einen kumulierten App-Umsatz von 17 Mrd. Euro ein. Global bedeutet dies eine Wachstumsquote von 25 Prozent pro Jahr bis 2014. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie, die die internationale Strategieberatung Booz & Company unmittelbar im Vorfeld des Mobile World Congress 2010 vorstellte.
Multi-Play wird zum Umsatzretter im Festnetzbereich
Die Studie macht deutlich: Um Marktanteile gegen die neuen Player verteidigen zu können, müssen die etablierten Anbieter mit Innovationen im Bereich der Endgeräte, neuen Diensten und relevanten Inhalten beim Kunden punkten. Bei den Endgeräten geben aktuell die Hersteller gegenüber den Netzbetreibern den Takt bzw. die Aufteilung der Umsätze vor. Mit dem iPhone und möglicherweise auch dem iPad hat Apple eine umsatzträchtige Schnittstelle zum Kunden und verdient damit sowohl über die Hardware, als auch über Inhalte.
Mobile Bandbreite und Netzausbau wird zur Überlebensfrage
Hier wird das Dilemma der klassischen Telekommunikationsbetreiber besonders deutlich: Während die Umsätze bei stetigem Investitionsbedarf sinken, fahren marktfremde Player die Gewinne ein. "Die Netzbetreiber geraten immer stärker in eine prekäre Situation. Wenn sie nicht weiter angestammtes Terrain verlieren wollen, müssen sie jetzt konsequent in Innovationen, Inhalte und neue Geschäftsmodelle investieren", resümiert Friedrich. Weitere Ergebnisse der Studie:
(xdial.de)
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