25.03.2010 -
Spam ist ein alltägliches Übel im elektronischen Kommunikations-Zeitalter. Im Prinzip weiß jeder, dass die E-Mail-Werbebotschaften aus unseriösen Quellen wie Bot-Netzen stammen und nicht geöffnet werden sollten. Trotzdem hat eine Online-Umfrage der amerikanischen Organisation MAAWG (Messaging Anti-Abuse Working Group) ergeben, dass die Hälfte der Anwender schon einmal absichtlich mit Spam interagiert hat. Dabei kann es sich um Öffnen, Klicken auf einen Link in der Nachricht, Antworten oder Weiterleiten handeln.
Gefahren sind vielfältiger Natur

Die Gefahren dieser Aktionen sind vielfältiger Natur. Durch Öffnen begibt man sich in die Gefahr, dass in der Nachricht enthaltene Scripte ausgeführt werden. Klicken auf einen Link in der Nachricht kann zu einer Internetseite führen, die Sicherheitslücken im Internetbrowser ausnutzt oder Daten ausspäht (Fishing). Eine Antwort teilt dem Spammer mit, dass die E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird – und sei es nur mit der Absicht, sich zu beschweren oder aus einem angeblichen Verteiler auszutragen. Weiterleiten setzt zu guter Letzt Freunde, Bekannte oder Kollegen den oben genannten Gefahren aus.
Nutzer wiegen sich in Sicherheit

Alle Aktionen können zu Betrug, Phishing, Identitätsdiebstahl oder der Infektion des eigenen Computers mit Viren, Trojanern oder einem Bot führen. Der MAAWG-Umfrage zufolge sind zwei Drittel der Anwender der Meinung, die Gefahr einer Virus-Infektion bestünde für den eigenen PC nicht. Vor allem junge Nutzer schätzen ihr Sicherheitsbewusstsein höher ein, als es letztendlich ist: Die Hälfte der Anwender unter 35 Jahren gab an, bereits einmal mit Spam interagiert zu haben, während dies bei den Älteren nur 38 Prozent zugaben. Die Online-Umfrage der MAAWG wurde Anfang Januar in Nordamerika (USA und Kanada) sowie in Westeuropa (Deutschland, Spanien, Großbritannien und Frankreich) unter ungefähr 3500 Teilnehmern durchgeführt.